Fallbeispiel 2: Veränderungs-Prozess

Das internationale Familienunternehmen im Veränderungsprozess.

Das Unternehmen

Das Logistikunternehmen mit über 1000 Mitarbeitenden ist weltweit und erfolgreich tätig. Eine Gruppe von Hauptaktionären der zweiten Generation befasst sich mit Fragen zur Zukunft des Unternehmens: Wollen wir die Unternehmung langfristig im Familienbesitz halten? Welche Optionen stehen zur Wahl?

Unsere Rolle

Wir wurden von Hauptaktionären der zweiten Generation engagiert, um den Entscheidungsprozess zu begleiten und die Gespräche mit den involvierten Parteien zu moderieren. Drei Hauptaktionäre aus der zweiten Generation luden zwei Personen aus der dritten Generation dazu ein, in Workshops lösungsorientierte Optionen für die Aktionäre zu erarbeiten, um anschliessend gemeinsam zu entscheiden, welchen Weg sie sowohl als Familie als auch als Familienaktionäre gehen wollen.

Der Lösungsprozess

In Einzelgesprächen wurden die Bedürfnisse der fünf involvierten Personen in Bezug auf ihre persönliche und familiäre Situation geklärt sowie jene – aus ihrer jeweiligen Sichtweise – des Unternehmens und der Mitarbeitenden. Innerhalb eines Gruppenworkshops wurden Optionen erarbeitet und diskutiert. Dabei wurde entschieden, dass das Unternehmen mehrheitlich im Besitz der Familie bleiben soll und dass die Familienaktionäre als Hauptaktionäre fungieren würden. Die wichtigsten Eckpunkte, diesen Entscheid umzusetzen, waren: Eine Familienholding gründen, Familienwerte festhalten, einen Familienrat aufstellen, Regeln definieren, wer welche Aufgaben mit welcher Qualifikation übernehmen kann, und was die Anforderungen an die Aktionäre sind. Weiter wurden die Fragen geklärt, wie ein Familienmitglied Aktionär werden kann, wie der Austritt aus der Unternehmung möglich ist und welche Altersgrenzen bestehen. In einem Schulungskonzept wurde definiert, welches Wissen Einsteiger in die Unternehmung zu Kommunikation, Finanzen und zur Firma selbst mitbringen und erwerben sollen.

Schrittweise wurden dann die Erben und zukünftigen Nachfolger zum Prozess hinzugezogen. Den Familienverbund zu pflegen und zu stärken, ist genauso wichtig, wie jenen des Verwaltungsrates oder der Familienholding. Ein Informationssystem, Reporting und regelmässige Zusammenkünfte regeln die kontinuierlichen Beziehungen zwischen Grossfamilie, Mitarbeitenden und Verwaltungsrat.

Neben den Fachberatern für unternehmerische, finanztechnische, steuerrechtliche, erb- und eherechtliche Aspekte sowie für das Erstellen des Aktionärsbindungsvertrags, wurden zusätzliche Kommunikationsexperten engagiert, welche die Familie in gewaltfreier Kommunikation schulten. Die Junior-Generation wurde für die Assessments von externen Coaches unterstützt.

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